
Finanzierung der ambulanten psychiatrisch-therapeutischen Pflege
Als diplomierte Pflegefachfrau HF bin ich für die ambulante psychiatrisch-therapeutische Pflege bei den Krankenkassen anerkannt. Wie sich die Kosten im Detail zusammensetzen, hängt vom Kanton und vom gewählten Angebot ab. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind grundsätzlich vom Selbstbehalt befreit.
Wie wird die Pflege finanziert?
Für eine Kostenübernahme braucht es eine pflegerische Bedarfsabklärung sowie eine ärztliche Verordnung, auf deren Basis ich die Pflegeleistungen über die obligatorische Krankenpflegeversicherung abrechne.
Tarife für pflegerische Leistungen – das übernimmt die Krankenkasse:
Abklärung, Beratung, Koordination
CHF 76.90 / Stunde
Behandlungspflege
CHF 63.00 / Stunde
Grundpflege
CHF 52.60 / Stunde
Abrechnung Wegpauschale
Bei Begleitungen mit dem Auto kommt eine Kilometerpauschale von CHF 2.– pro Kilometer hinzu, die die Klientin oder der Klient selbst trägt. Besteht eine Indikation zur Begleitung, zum Beispiel in die Klinik und es ist eine Anbindung ans Sozialamt vorhanden, können die Kosten übernommen werden.
Regelung zu Terminabsagen
Termine müssen mindestens 24 Stunden im Voraus abgesagt werden, andernfalls stelle ich die Zeit vollumfänglich in Rechnung. Ausgenommen sind medizinische Notfälle.
Kostenbeteiligung nach Kanton
Die Kostenverteilung zwischen Krankenkasse, Gemeinde und Eigenanteil unterscheidet sich je nach Kanton.
Kanton Schwyz
Finanzierung ambulanter psychiatrischer Pflege
Krankenkasse und Gemeinde übernehmen den grössten Teil der Kosten:
48 %
Krankenkasse
42 %
Gemeindeanteil
10 %
Eigenanteil
Seit 2012 gilt zusätzlich zu Franchise und Selbstbehalt eine Patientenbeteiligung von 10 %, maximal CHF 7.65 pro Tag. Bei finanziellen Härtefällen kann ein Gesuch um Erlass der Patientenbeteiligung bei der Gemeinde eingereicht werden.
Kanton Zürich
Finanzierung ambulanter psychiatrischer Pflege
Auch hier gilt die Aufteilung von:
48 %
Krankenkasse
42 %
Gemeindeanteil
10 %
Eigenanteil
Die Selbstbeteiligung liegt bei CHF 7.65 pro Tag und Einsatz zuzüglich des üblichen Selbstbehalts von 10 %.
Personen mit Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfe können den Selbstbehalt bei der Ausgleichskasse oder dem Sozialamt zurückfordern. Eine Begleitung als Selbstzahlerin oder Selbstzahler ohne Einbezug der Krankenkasse ist ebenfalls möglich, zum Stundenansatz von CHF 150.–.
Kanton Zug
Finanzierung ambulanter psychiatrischer Pflege
Die Verteilung entspricht ebenfalls:
48 %
Krankenkasse
42 %
Gemeindeanteil
10 %
Eigenanteil
Für Personen ab 18 Jahren gilt eine maximale Patientenbeteiligung von CHF 15.35 pro Tag.
Bei Steuerwohnsitz im Kanton Zug übernimmt der Kanton die Restkosten nach Abzug von Krankenversicherung und Patientenbeteiligung. Bei ausserkantonalem Wohnsitz werden die Restkosten in Rechnung gestellt und können bei der Wohngemeinde oder dem Wohnkanton geltend gemacht werden. Auch hier ist eine Begleitung als Selbstzahlerin oder Selbstzahler zum Stundenansatz von CHF 150.– möglich.
Kanton Uri
Finanzierung ambulanter psychiatrischer Pflege
Hier ist es gleich, ausser dass alle Patienten die Patientenbeteiligung von 15.35CHF/Tag übernehmen müssen, unabhängig vom Alter.
Ablauf bis zur Kostenübernahme

Erstkontakt:
Per Nachricht, Kontaktformular oder telefonisch.

Ärztliche Verordnung einholen:
Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse.

Pflegerische Bedarfsabklärung:
Ich kläre den konkreten Pflegebedarf.

Abrechnung:
Die Leistungen rechne ich über die obligatorische Krankenpflegeversicherung ab, den Gemeindeanteil stelle ich der Wohnsitzgemeinde in Rechnung.

Start der Begleitung:
Die vereinbarten Termine laufen an.

Was gilt für Coaching, Gruppenangebote und Beratung an Schulen?
Diese Angebote sind keine automatischen Leistungen der Grundversicherung. Die Finanzierung wird vor Beginn individuell geklärt. Sprich mich bei Interesse gerne direkt darauf an, dann schauen wir gemeinsam, welche Möglichkeiten für dich oder eure Institution bestehen.

